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Ein taktischer Blick in die Zukunft

 

Zu Saisonbeginn wurden von Thomas (dbdtDev) ein Paket von zukünftig zu erwartenden Änderungen angekündigt. Es wurde in unterschiedlichen Threads viel diskutiert über Auswirkungen, sowie Fürs- und Widers. Seitens der TCW haben wir lange überlegt, wie wir dieses komplexe Thema angehen können und freuen uns, letztlich mit AnteS. einen Gastschreiber gefunden zu haben, der für seine komplexen Analysen bekannt ist und in der TCW einen dreiteiligen Bericht bringen wird. Heute der erste Teil.

 

Ein Hallo und ein gesundes Neues Jahr an alle Fußballfreunde und Teamchefsüchtler! 

Ein neues Jahr hat begonnen und der nächste Saisonwechsel steht uns in knapp 2 Wochen bevor.

Mittlerweile wurden fast zwölf Saisonen erfolgreich absolviert. Dabei haben sich verschiedene taktische Systeme etabliert, zum Teil sehr differente Herangehensweisen als erfolgreich herausgestellt, aber auch unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen bei den Teamchefs heraus kristallisiert. 

Eines dieser Verlangen war seit Anbeginn von DbdT, eine möglichst hohe taktische Vielfalt und ein bis zu einem bestimmten Maß nicht vorhersagbarer Spielverlauf, der trotzdem ein Agieren und Reagieren beider Teams zulässt. Die Admins, allen voran dbdtDev, haben sich mehreren Vorschlägen und Wünschen angenommen und sind jederzeit darum bemüht, diese Änderungen im Spiel zu implementieren. Eine der größten Weiter-entwicklungen war die Programmierung des Wechseltools. Es hat sich nun unter dem Einsatz vieler Teamchefs über mehrere Saisonen als sehr hilfreich und wegweisend bewiesen. Doch nun ist es an der Zeit, den nächsten Schritt im Bereich Taktik und der damit verbundenen Spielberechnung zu gehen.

Große Änderungen stehen DbdT bevor und alle Teamchefs werden sich auf neue Anforderungen einstellen müssen. Diese Herausforderungen setzen ein hohes Maß an Weitsicht und strategischer Planung voraus, werden aber, sobald etabliert, dem Spiel eine neue Dimension und einen Schub in die von uns allen gewünschte richtige Richtung, mehr Spielvielfalt, geben. 

Daher soll in dieser kleinen Serie an Beiträgen einmal beleuchtet werden, inwiefern die geplanten Änderungen ab Saison 16 und die darüber hinausgehenden Adaptionen am Spielverlauf, insbesondere der Schritt, die Spielabschnitte während eines Spieles zu verkürzen und damit die Anzahl der Abschnitte von vier auf sechs zu erhöhen, jeden einzelnen Teamchef in der strategischen Ausrichtung und Planung betreffen.
Dabei sollen weder Handlungsanweisungen noch konkrete Strategien hervorgehoben werden, wie diesen Maßnahmen am besten begegneten werden kann. Viel mehr soll ein wenig der Horizont gestreckt und auch ein wenig in die Zukunft geschaut werden, um allen ein wenig ins Bewusstsein zu rücken, was da auf uns zukommen kann. Wenn einige Teamchefs für sich daraus Ableitungen treffen, kann der Auftrag dieser Artikel bereits als über erfüllt angesehen werden.

In diesem ersten Beitrag soll aber erst ein Mal in einer kurzen Analyse die jetzige Situation prägnant benannt und der Weg bis Saison 16 und diesen so wichtigen Saisonwechsel betrachtet werden.

Das Spiel wird in Saison 13 nicht anders laufen als in dieser Saison. Drei Saisonen, und damit die Mindestlaufzeit eines neuen Trainers, wird uns dieser Umstand noch begleiten. Das ist Zeit genug, um bisherige Spielsysteme zu perfektionieren oder deren Früchte zu ernten. Um die derzeit wichtigsten Einflußfaktoren zu benennen, braucht es kaum mehr als drei Sätze:

- Ein Spiel wird in vier Spielabschnitte untergliedert.
- Der Trainereinfluß beträgt fünfzig Prozent.
- Eine erste Taktikwiederholung wird mit sehr geringen Taktikabzügen bestraft.

Eine zunächst recht ernüchternde Analyse, da die Folgen dieser Voraussetzungen für ein idealtypisches Spiel recht wenig Ansprüche stellt. Man suche sich einen Trainer, der mindestens zwei Haupttaktiken, also Stärke 8 und besser, besitzt. Man spielt diese zwei Taktiken, erzielt möglichst viel taktischen Vorteil und verwandelt die sich einem zwangsläufig bietenden Chancen. Wenn die Mannschaft in beiden Taktiken auch noch halbwegs ausgebildet ist, hat man, unter der Voraussetzung, dass die Skills passen (ist ja aber nicht unser Thema), nicht nur die halbe Miete rein, meist wird der Spieltag mit drei Punkten vergoldet.

Daraus ergeben sich aber noch weitreichendere Folgen. Der Trainermarkt ist derzeit eine Lotterie und die Hauptgewinner ziehen das goldene Los in Form der gesuchten Zwei-Komponenten-Trainer. Spiele und Spieler sind nicht unbedingt durch taktische Vielfalt geprägt und der Spielverlauf entlockt uns maximal ein langes Gähnen. Soviel zu den Idealvoraussetzungen. Aber, wer die News verfolgt hat, weiß, genau diese Voraussetzungen werden in Zukunft zum Teil geändert. Einzig die Abzüge auf Taktikwiederholungen bleiben konstant. Und da nicht alle von uns auf die Butterseite des Teamcheflebens gefallen sind, lohnt es sich daher durchaus, die derzeitige Situation auch ein mal aus Sicht nicht ideeller Voraussetzungen zu betrachten. 

Schauen wir uns also zunächst mal die Abzüge auf Taktikwiederholungen an, denn die Auswirkungen auf die Spielplanung sind gar nicht so gering wie angenommen. Während Teamchefs mit nur zwei Taktiken (oder einer sehr guten) gezwungen sind, sie in Kauf zu nehmen, ergeben sich für alle anderen durchaus Möglichkeiten, diesen Teamchefs mit einer gut durchdachten Strategie zu begegnen. Trainer mit sehr ausgeglichenen Taktiken bieten zum Beispiel die Möglichkeit, gänzlich drauf zu verzichten. An dieser Stelle sind natürlich insbesondere die Taktikstärken der Spieler interessant. Es lohnt sich dann oftmals, den Gegner genau zu analysieren und beispielsweise mit den etwas stärkeren Taktiken auf die zweite Hälfte zu warten. Jeder Gegner, ob er nun eine sehr starke oder zwei gute Taktiken hat, muss zwangsläufig in Hälfte zwei eine dieser Taktiken wiederholen. Hierauf kann mittels Wechseltool auch die Aufstellung geändert werden. In Hälfte eins kann man eher auf die Defensive vertrauen. Hier ist es immer eminent wichtig, die Wechsel zu beachten, da wohl kaum einer über völlig ausgeglichene Spieler verfügt.


Trainer mit einer sehr starken Taktik waren ebenfalls lange Zeit eine sehr beliebte Variante bei einigen Teamchefs. Eventuell kann mittels einer zweiten Wiederholung eine frische Taktik des Gegners immer noch unter Schach gehalten oder besagten Zwei-Komponenten-Trainern immerhin in einem bis zwei Viertel erfolgreich die Stirn geboten werden. Die Taktikwiederholung ist auch aus den Gegebenheiten des Trainings immer ein probates Mittel. Dazu aber mehr im nächsten Beitrag.

Abschließend lässt sich wohl zusammenfassen, dass aus den Erfahrungen der ersten zwölf Saisonen die Taktikwiederholung und die damit verbundenen Abzüge ein probates Mittel der Spielgestaltung ist, aber ihre Möglichkeiten begrenzt waren. Es ist daher durchaus überlegenswert, die Abzüge zu verändern.
Ein Verschiebung der Taktikabzüge hin zu einem höheren Abzug würde wohl das Gefüge erheblich durcheinander wirbeln. Der Ruf vieler Teamchefs, ein Spiel aber immer noch in berechenbaren Bahnen abfließen zu lassen, wäre damit aber wohl nicht mehr ausreichend Genüge getan.
Eine Verschiebung hin zu geringeren Abzügen steht aber dem Wunsch nach Taktikvielfalt entgegen. Da der getroffene Konsens lautet, diese erst einmal beizubehalten, soll an dieser Stelle nicht weiter spekuliert werden.


Weitaus interessanter wird es da schon nächste Woche. Denn dann wird der Trainereinfluss und die sich daraus ergebenden Änderungen ab Saison 16 Inhalt einer neuen TCW-Ausgabe sein.
Abschließend werden wir uns den Spielvierteln und der Zukunft widmen. Freut euch also schon mal mit Spannung auf die Dinge die da noch kommen werden, wenn wir richtig tief in die Materie eintauchen.

 

  • stefderchef

    Geschrieben am 2012-01-10 13:12:46

    Toller Artikel, ich freue mich schon auf den nächsten!

  • Coppelius

    Geschrieben am 2012-01-10 11:58:37

    Sehr interessanter Artikel, in dem viel drinsteckt - bin schon gespannt auf die weiteren!

  • Polster

    Geschrieben am 2012-01-09 11:58:06

    Find ich gut von dir daß du dieses Thema aufgreifst, gerade wenn man einen Trainerkauf plant ist es ja nicht unwichtig bezüglich Laufzeit sich da Gedanken zu machen und auch von der Taktikausrichtung her